Was tun, wenn das Zink nicht wie erwartet wirkt?
von Werner Winkler

 

Immer wieder werde ich gefragt, woran es liegen könnte, dass trotz offensichtlichen Zinkmangel-Symptomen die eingenommenen Präparate keine oder nur geringe Wirkungen zeigen.

Hier nun mögliche Fehlerquellen bei der Durchführung einer Zinkkur:

 

1. Zu niedrig dosierte Präparate. Sinnvoll sind 15-50mg täglich.

2. Einnahme gemeinsam mit Gegenspielern, welche die Aufnahme behindern (Calcium, Magnesium, Eisen, Kupfer).

3. Einnahme zur Mahlzeit, obwohl die Vorgabe im Beipackzettel z.B. lautet: "30/60min. vor der Mahlzeit."

4. Die chem. Bindungsart (z.B. Histidin) kommt nicht im Blut an - probeweise auf ein anderes Präparat umsteigen (z.B. mi Orotat oder Citrat).

5. Darmentzündung, Resorptionsstörung (dann über Lutschtabletten oder intravenöse Verabreichung versuchen).

6. Es mangelt nicht (nur) an Zink, sondern (auch) an Jod-, Mangan oder Lithium.

7. Vitamin B6-Mangel behindert die Zinkverwertung (erkennbar an fehlender bzw. geringer Traumerinnerung).

8. Zinkverlust ist höher als die Zufuhr (z.B. durch Stress oder Vergiftung).

9. Es wird calcium- oder magnesiumreiches Wasser für die Brause benutzt.

10. Es wird gleichzeitig ein "A-Z-Präparat" eingenommen. Darin sind ebenfalls Mineralstoffe enthalten, die als Gegenspieler zum Zink wirken.

11. Einnahme gleichzeitig mit Müsli, Milchprodukten oder Vollkornbrot.

12. Kupfer/Blei/Amalgam-Vergiftung.

13. Geringe Selbstwahrnehmung - die Wirkung wird nicht als solche erkannt.

 

 

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