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Zinkmangel und Suizid
Zusammenhänge zwischen Biochemie und Psychologie: Bei Depressionen, Denkstörungen und Selbstmordgedanken kann der Zinkhaushalt gestört sein.
von Werner Winkler, Fellbach
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Aus Berichten von Klienten in meiner psychologischen Beratungspraxis kenne ich einige Fälle, bei denen psychische Beschwerden (bis hin zu Selbstmordgedanken) durch die Zufuhr von Zink innerhalb kurzer Zeit erheblich gebessert wurden.
Wichtig: beginnender Zinkmangel in der Regel nicht im Blut nachgewiesen werden kann. Daher sollte nach Durchführung des Zinkmangelrisiko-Tests und einer entsprechend hohen Punktzahl stets eine Zinkkur durchgeführt werden (60 bis 100 Tage lang je 10-25mg Zink, möglichst zusammen mit einem Vitamin-B-Komplex-Präparat und Vitamin C). Fragen Sie in Zweifelsfällen bitte Ihren Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsberater nach weiteren Informationen. Wenn Ihr Psychotherapeut oder Psychiater Bedenken äußert, bin ich gerne zu einem Informationsgespräch bereit. Werner Winkler, Tel. 07 11 - 5 28 28 82 (evtl. auf dem Anrufbeantworter Name und Telefon-Nr. hinterlassen.)
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Deutschland gehört zu den Ländern, in denen viele Menschen ihren durchschnittlichen Tagesbedarf am lebenswichtigen Mineralstoff Zink zeitweise nicht über die Nahrung decken. Dazu gehören vor allem Veganer oder Menschen, die sich ohne Rindfleisch und Meeresfrüchte ernähren. Weitere Risikofaktoren sind Stress, Alkohol- und Drogenkonsum, Schwangerschaft sowie Stillzeit. Auch durch Operationen mit Narkose oder Chemotherapie bei Krebs kann man Zinkbestände im Körper reduzieren. Eine Unterversorgung mit Zink führt bei manchen Menschen außer zu einem geschwächten Immunsystem, Hautproblemen oder sexueller Unlust. Aus Unruhe, Konzentrationsschwäche und Reizbarkeit können auffällige psychische Störungen wie Angstattacken, leichten bis schweren Persönlichkeitsveränderungen, Lethargie oder sogar Psychosen werden; Eine psychotherapeutische Behandlung bleibt meist wirkungslos, da durch fehlendes Zink auch die Denkfähigkeit herabgesetzt ist. Dieser Zusammenhang wird trotz zahlreicher Hinweise in der Literatur (z. B. Pfeiffer 1970, Holtmeier/Kruse-Jarres 1991, Wagner 1998) noch weitgehend ignoriert. Dabei könnte manchmal mit wenigen Milligramm Zink ein oft langjähriges Leiden (bis hin zum Suizid) verhindert werden. Wird der biochemische Hintergrund nicht normalisiert, zeigen sich andere Therapieversuche als nutzlos. Der Test, ob ein verbesserter Zinkhaushalt die subjektiven Beschwerden lindert, lässt sich durch tägliche Gabe von 10 bis 25mg Zink mittels eines Mineralstoffpräparats (z.B. ZinkBeta, Zink Verla, Sandoz Zink, Biolektra Zink, Unizink, Zinkamin-Falk, Zinkorotat POS etc.) auch in Eigenverantwortung des Patienten durchgeführt werden. Schon nach ein bis zwei Wochen können deutliche Besserungen auftreten. Eine Ernährungsberatung oder eine andauernde Nahrungsergänzung (z.B. bei Veganern) sind dann zu empfehlen. Erste Anzeichen für eine mögliche Unterversorgung mit Zink können sein: Aufwachprobleme schwankende Qualität der Handschrift häufige Erkältungen ein schlechtes Namensgedächtnis Ringe unter den Augen weiße Flecken in den Fingernägeln Einen kostenlosen Fragebogen-Selbsttest finden Sie unter www.zinkmangelrisiko-test.de oder hier direkt zum Ausdrucken. Neben Zinkmangel kann bei psychischen Störungen oder Beschwerden auch an Vitamin B6-Mangel, Jodmangel oder Magnesiummangel gedacht werden. |
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Eine typische Zuschrift zum Thema:
Hallo Herr Winkler, ich bin nach Recherchen zum Thema Zink und Depressionen auf ihre Homepage gestoßen. Durch Zufall habe ich herausgefunden, dass meine unerklärlichen Ängste und Depressionen (Akne etc) durch Zinkorotat-POS behandelbar sind. Allerdings stellen sich die Symptome auch nach langfristiger Behandlung wieder ein, wenn ich die Tabletten absetze. ich möchte deshalb die wirkliche Ursache herausfinden, bin aber bisher bei allen Ärzten auf Granit gestoßen ("gibt keinen Zinkmangel in Deutschland", "Placeboeffekt" etc.). Ich bin selbst Tierärztin und habe das Gefühl, bei einigermaßen durchschnittleichen Medizinern auch aus diesem Grund auf heftige Abwehr zu stoßen, da ich ein entsprechendes Fachwissen habe. Ich habe weiterhin eine 3-jährige Psychotherapie hinter mir, die mir nicht in Bezug auf meine starken suizidalen Wünsche helfen konnte, was durchschnittliche Mediziner anscheinend zu dem Gedanken verleitet, ich könne eben doch nicht "ernst zu nehmen" sein. Zinktabletten haben das innerhalb von 2 Monaten "behoben". Komisch, nicht wahr. ... Mit lieben Grüßen, Petra Maier, Hamburg (Name geändert, aber der Redaktion bekannt - Mails werden weitergeleitet) |
(1) Patient mit Zinkmangel durch irrtümlich zinkarm hergestellt künstliche Ernährung. Neben körperlichen Beschwerden zeigte der Patient auch psychische Symptome.
(2) Der selbe Patient nach mehrwöchiger Zink-Substitution. (aus: Holtmeier/Kruse-Jarres: Zink - Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 1991.) Verwendung der Fotos mit freundlicher Genehmigung von Prof. Seeling, Ulm. |
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