Vorsicht: Jodmangel!

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schlägt Alarm, nachdem trotz Jodaufklärung und -prophylaxe in den vergangenen Jahren (z. B. mit Jodsalz-Einsatz in der Industrie) keine wesentliche Verbesserung der Jodversorgung in Deutschland erreicht wurde. Noch immer haben 30-60% der Erwachsenen eine vergrößerte Schilddrüse und machen Deutschland damit nach WHO-Klassifikation zum Jodmangelgebiet.

Zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wurde daher die Aktion "Jod braucht jeder" gestartet. Besonders Wert gelegt wurde auf die wissenschaftlich erwiesene Aussage, dass es keine Indikation für eine jodarme Diät gibt und dass es erst ab der 10-fachen Tagesdosis zu Nebenwirkungen durch zusätzliche Jodzufuhr kommt.

Dabei werden die durch Jodmangel hervorgerufenen Beschwerden oft nicht sofort erkannt, vielleicht weil diese Diagnose (ähnlich wie beim Zinkmangel) vielen 'zu einfach' erscheint. Die Zahlen sprechen aber für sich: Weltweit leiden über 200 Mio. Menschen unter einem Kropf infolge Jodmangels und 20 Mio. Fälle von geistiger Behinderung sind auf Jodmangel der Mutter während der Schwangerschaft zurückzuführen. Gründe genug also, den Arzt bei nächster Gelegenheit um eine Untersuchung zu bitten.

 

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