Typgerechte Schule: Erkennungsmerkmale und Tipps für Lehrer (und Eltern)

 

Beziehungstyp-Kinder:

Sie finden meistens sehr schnell Freunde in der Klasse, gehen auf andere zu. Sie leiden sehr, wenn sie ausgeschlossen werden. Oft wollen diese Kinder alles sehr schnell machen, wichtig ist hier, ihnen zu sagen, dass sie Zeit haben und abwägen lernen. Diese Kinder können durch ihre eigene Phantasie einen Lösungsweg finden. Sie fallen durch mangelnde Ausdauer auf.

Sachtyp-Kinder:

Sie finden sehr schwer Freunde, beobachten erst im Stillen. Diesen Kindern sollte man Zeit lassen zum Trödeln und einfach zum Dasein. Sie haben viel Geduld, warten macht ihnen nichts aus. Sie sagen oft "vielleicht" oder "mach' doch du es für mich/ entscheide du". Wichtig ist, dass sie lernen sich zu entscheiden und auch einmal 'Nein' zu sagen. Wir sollten ihnen altersgerechte Verantwortung übertragen. Bei ihnen sollte man sehr vorsichtig mit Kritik an ihrer Person umgehen .

Handlungstyp-Kinder:

Sie wählen ihre Freunde gut aus. Diese Kinder sind sehr ordentlich und halten sich sehr an Orte, Regeln und Gebräuche. Sie sind sehr ehrgeizig. Gute Noten sind für Handlungstypen überaus wichtig. Bei schlechten Noten sollten wir das Kind darauf aufmerksam machen, was es sonst noch alles toll kann.

 

zusammengestellt von Daniela Bühr für das Gesprächsforum "Pädagogik und Psychographie" auf dem 3. Psychographie-Tag in Stuttgart. Daniela Bühr ist Grundschul-Lehrerin in Fellbach bei Stuttgart und Leiterin eines Arbeitskreises zum Thema.

 

Copyright: Winkler-Verlag, 7/2004, Alle Rechte vorbehalten