|
Gesundheit aktuell: Immunsystem, Krebs, Psyche etc.
(red) Auf einem Fachkongress für Krebsforscher in Heidelberg Anfang des Jahres beschäftigte sich ca. die Hälfte der Vorträge mit dem Thema "Wie kann Krebs mit Hilfe des Immunsystems geheilt werden?" Im Sommer schon vermeldete ein Düsseldorfer Forscher, er habe in Tumoren Nervenzellen entdeckt; womöglich könne dadurch ein psychischer Einfluss ausgeübt werden. Im Oktober machte die Anzeige einer Krankenkasse auf sich aufmerksam: "Wann kommt die Impfung gegen Krebs" - Unterzeile auch hier: das Immunsystem. Im selben Monat veröffentlichte die FAZ unter der Überschrift "Fitness fürs Immunsystem" deutliche Zahlen: Durch Ausdauertraining könne das Krebsrisiko wie folgt gesenkt werden: Brustkrebs - 40%, Prostatakrebs - 10-20%, Darmkrebs - 20%. Was bedeutet das für die Gesundheitsvorsorge? Zeigt sich hier ein Umdenken? Oder entdeckt man jetzt neu, was längst bekannt war? Kann die Ausbreitung von Krebs durch ein schwaches Immunsystem begünstigt werden? Solche Gedanken mögen erschrecken, hieße das doch Verantwortung für einen Bereich übernehmen, der bisher größtenteils als schicksalhaft hingenommen wurde. Sie eröffnen aber gleichzeitig die Möglichkeit, unsere Gesundheit (gerade im Hinblick auf Krebs) aktiv und eigenverantwortlich mitzugestalten. Um nun an das Thema lösungsorientiert heranzugehen, kann gefragt werden: "Was stärkt das Immunsystem?" bzw. "Welche Faktoren schwächen es?" Einige Punkte gelten inzwischen (nach der Erfahrung vieler Fachleute) als relativ sicher:
Das Immunsystem schädigen können... 1. Größere Mengen Alkohol, Nikotin und Drogen. 2. Anhaltender Stress (auch psychischer, z.B. durch Trauer oder Krankheiten ausgelöster). 3. Einseitige oder mangelnde Ernährung. 4. Mangel an Mineralstoffen, die für die Funktion des Immunsystems nötig sind (z.B. Zink, Selen). Das Immunsystem stärken können... 1. Eine ausgeglichene Lebensweise (als sinnvoll erlebte Aufgaben, genügendSchlaf bzw. Erholung, regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung etc.). 2. Bestimmte Mineralstoffe und Vitamine (z.B. Vitamine C und E, Zink, Selen). 3. Eine funktionierende Problemlösungskompetenz für alltägliche Schwierigkeiten und Anforderungen im sozialen Umfeld. 4. (bei manchen Menschen) autosuggestive bzw. eigenhypnotische Beeinflussung ('positives Denken').
Copyright: Winkler-Verlag, 7/2004, Alle Rechte vorbehalten |