3. PSYCHOGRAPHIE-TAG 2001

Jutta Woller: Mein Rückblick

 

Zuerst lauschte ich den Ausführungen von Günter Hiller und Ritva Abao zum Thema: "Psychographie in der psychologischen Beratung und in der Ausbildung von Psychologischen Beratern/-innen." G. Hiller hatte ein Papier verfasst, über die unterschiedlichen Darstellungen der Psychographie von Friedmann und Winkler. Im Einzelnen stellte er folgende Punkte gegenüber:

- Konsequenzen bzw. Grundannahmen der Psychographie

- Konsequenzen für die Beratung

- Konsequenzen für die Ausbildung.

Die Psychographie versteht sich als Modell, das nur als Grundlage dienen soll. So ist es auch nur verständlich, dass zwei unterschiedliche Menschen (Typen) unterschiedliche Ansichten oder Erkenntnisse über das Modell Psychographie haben. - Und, das ist gut so! Da wir alle lernen wollen und alle auch unterschiedliche Typen sind, gewinnen wir durch mehr und andere Aspekte auch mehr Wissen - hm, oder verwirrt es uns? (tja, das muss wohl jeder für sich entscheiden)

Ritva Abao erzählte über die Erfahrungen mit der Psychographie aus ihrer eigenen Praxis. Im Wesentlichen zeigte sie dabei den Lösungsweg zur Frage: "Worunter leidet ein bestimmter Typ in einer Beziehung, die aus zwei verschiedenen Persönlichkeiten besteht?" Sie gab einen Überblick zu den 'Leiden' der einzelnen Typen. Abschließend zeigte sie sich beson-ders erfreut darüber, dass sie für die Theorie aus den Büchern von Dietmar Friedmann durch ihre eigenen Beobachtungen in ihrer Praxis Bestätigung gefunden hat. Im Anschluss fand noch ein reger Austausch über die Erfahrungen mit der Psychographie in der täglichen Praxis der Teilnehmer statt.

Außerdem beobachtete ich Werner Winkler bei der psychographischen Typanalyse. Obwohl ich mich nun doch schon einige Zeit aktiv mit dem Thema auseinander setze, fühlte ich mich immer noch unwissend - daher ist jede Typanalyse, bei der ich zusehen kann, auf's Neue lehrreich und spannend. Der Vortrag über die Differenzierung in den Unterbereichen zeigte mir erneut die mir bekannte Vielfältigkeit der Typen auf - insgesamt hat mein Interesse und meine Begeisterung für die Psychographie neue Nahrung bekommen, und so endete der Abend für mich mit dem alten Spruch aus der Werbung: Es gibt (noch) viel zu tun, packen wir es an!

 

 

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