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"Gefährliche Nahrungsergänzungsmittel" Informationskampagne oder Hysterie?
(ww) Seit einiger Zeit häufen sich Artikel (z. B. in der DAK-Mitgliederzeitschrift) oder Fernsehbeiträge (z. B. im Südwestfunk), in denen Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel ganz allgemein als "gefährlich" bzw. "lebensgefährlich" bezeichnet werden. Für die PsychoPraktika Anlass zu einigen Feststellungen: 1. Vitamine und Mineralstoffe sind natürliche Stoffe, die auch in Lebensmitteln (z. T. sogar in hoher Konzentration) vorkommen. Sie mit Giftstoffen auf eine Stufe zu stellen ist unsachlich. 2. Die Empfehlungswerte (z. B. der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) werden regelmäßig aktualisiert. 3. Wer sich an diese Empfehlungswerte bei der Verwendung von Mineralstoffen und Vitaminen in seiner Hausapotheke hält, braucht keine gesundheitlichen Schäden zu befürchten. 4. An einigen lebenswichtigen Nährstoffen (z. B. Jod) herrscht in Deutschland offensichtlicher Mangel. Dies zu ignorieren entspricht nicht dem aktuellen Stand der Ernährungsmedizin. 5. Ärzte, die generell die Verwendung dieser Nährstoffe als Therapeutika ablehnen, sollten nach den sachlichen Gründen dafür befragt werden. 6. Nach der Erfahrung vieler Ärzte und Psychologen aus der ganzen Welt haben sich Mineralstoffe und Vitamine als herkömmlichen Medikamenten gleichwertige Therapeutika für ein breites Spektrum an Beschwerden bewährt. 7. Jedes Jahr werden (im Internet nachzulesen) zahlreiche Studien und For-schungen zu diesem Fachgebiet (orthomolekulare Medizin) veröffentlicht. Statt Ängste zu schüren, sollten also besser sachliche Informationen verfasst, die Wissensbasis verbreitert und Aufklärung über mangelbedingte Erkrankungen geleistet werden. Die PsychoPraktika will dazu (auch über die Internet-Präsenz) einen bescheidenen Beitrag leisten.
P.S. Zur präventiven Jodeinnahme (vor der immer noch manche Ärzte warnen) schrieb auf unsere Anfrage Prof. Dr. Rudorff, Mitglied des Beirates des 'Forum Schilddrüse': "... Ausschlusskriterien für die präventive Einnahme von Jodtabletten in einer Dosierung von 100-200 Mikrogramm tägl. sehe ich nicht. Jodtabletten sollten jedoch nicht eingenommen werden bei einer in der Vorgeschichte bekannten Schilddrüsenüberfunktion." Ähnlich lauten die aktuellen Aussagen der DGE (Dt. Gesellschaft für Ernährung). Internet-Tipp (sehr fachlich, aktuell und kompetent): www.ernaehrungs-umschau.de
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