Textauszug aus:

"Das kleine 1 x 1 der Mineralstoffe und Vitamine für die Hausapotheke", 4 Auflage Juli 2002 - dieser Titel wird nicht mehr verlegt.

Bitte beachten Sie auch, dass es inzwischen einen interaktiven Test zur Ermittlung evtl. Unterversorgung mit bestimmten Mineralstoffen und Vitaminen und eine Vergleichsliste in Deutschland erhältlicher Präparate gibt.

 

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Spurenvitamine:

 

Vitamin A

 

Hier finden Sie Informationen über


die tägliche Aufnahme-Empfehlung
den Körperbestand
das Vorkommen in ausgewählten Lebensmitteln
die Verwendung im Organismus
Mangelerscheinungen
Mangelursachen
Kennzeichen für Überdosierung
Interaktionen
(jeweils soweit vorhanden)

Beachten Sie auch die 'Liste aller Beschwerden' und den 'Lebensmittel-Detektiv'

Die Angaben beziehen sich in der Regel auf gesunde Erwachsene. Sie schwanken jedoch je nach Quelle und Jahr der Veröffentlichung.  

Unter dem Stichwort "Bsp. für Vorkommen in Lebensmitteln je 100g" finden Sie solche Lebensmittel, die besonders reichhaltig am jeweiligen Nährstoff sind. Weitere Angaben finden Sie in Lebensmitteltabellen, z. B. in "Souci-Fachmann-Kraut: Lebensmitteltabelle für die Praxis"

Die Mengen der Inhaltsstoffe schwanken zum Teil erheblich je nach der Bodenbeschaffenheit, der Düngungsart oder der Verarbeitung (z. B. beim Kochen, Waschen oder bei langen Lagerzeiten).

Interessanterweise haben die Mengen an Mineralstoffen, die in Lebensmitteln gemessen werden, in den letzten Jahrzehnten zum Teil deutlich abgenommen. Daraus lässt sich die Verarmung der Böden bei intensiver Nutzung und künstlicher Düngung ablesen.

"Mangelerscheinungen" und "Mangelursachen" sind nicht im Sinne einer ärztlichen Diagnose, sondern als Hinweis auf die mögliche Wirksamkeit als 'Universalschlüssel' im lösungsorientierten Ansatz zu verstehen Da es zu fast allen Symptomen mehrere mögliche Mangelursachen gibt, empfiehlt es sich, in der 'Liste aller Beschwerden' die verschiedenen Möglichkeiten nachzuschlagen.

Hinweis: Mittel aus der Homöopathie gleichen Namens enthalten nur sehr niedrige oder gar keine messbaren Mengen dieser Mineralien. Die Wirkungsweise der homöopathischen Behandlung lässt sich nicht mit der von Mineralstoffen und Vitaminen vergleichen und sollte auch nicht mit dieser verwechselt werden.

Spurenvitamine Vitamin A (Retinol, Carotinoide)

 

Aufnahme-Empfehlung/Tag: 1mg = 3300 I. E.

Körperbestand: unterschiedlich hohe Speicherfähigkeit

Therapeutischer Dosierungsbereich: 3-12mg

Überdosierung ab: ca. 15-30mg Dauereinnahme bzw. 130mg Einzeleinnahme (in der Schwangerschaft weniger - Gefahr von Missbildungen, z. B. beim Verzehr roher Leber).

Bsp. für Vorkommen in Lebensmitteln je 100g: Brokkoli 0,316mg, Emmentaler 0,32mg, Camembert 0,38mg, Tunfisch 0,45mg, Spinat 0,5mg, Butter 0,59mg, Aal 0,98mg, Eigelb 1,0mg, Möhren 1,1mg, Hühnerleber 13mg, Rinderleber 15mg, Lebertran 25,5mg. Pflanzliche Lebensmittel sollten mit Fett zubereitet werden, um das Vitamin A aufnehmen zu können.

Verwendung: Stärkung der Sehkraft, Aufbau von Haut, Augen, Haaren und Schleimhäuten, Produktion von Geschlechtshormonen, Fruchtbarkeit, Spermienbildung, Schutz vor Arteriosklerose, Nerven, Infektabwehr, Erhaltung und Aufbau von Knorpelgewebe, Hell-Dunkel-Adaption, Entwicklung der Plazenta, Entwicklung des Embryos, Aufbau von roten Blutkörperchen, Heilung von Knochenbrüchen, Erholung nach Schlaganfall.

mögliche Mangelerscheinungen: Nachtblindheit, gestörte Hell-Dunkel-Adaption, Hautveränderungen (auch an den Schleimhäuten), gestörte Zahnbildung, Wachstumsverzögerung, trockene oder rote Augen, Eisenmangel, trockene oder juckende Haut, verringerter Geruchs- und Tastsinn, Appetitmangel, Schuppenflechte, Sommerschnupfen, Pilzinfektionen, Akne, starke Monatsblutung.

mögliche Mangelursachen: Mangel- oder Fehlernährung, Alkoholismus, Colitis (Mehrbedarf), überwiegend fleischlose Ernährung, proteinreiche Ernährung, schwere Krankheiten (Rheuma, Krebs, AIDS), Stress, Rauchen, Umweltgifte, Aufenthalt in hellem Sonnenlicht, Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Arbeit am Computer, Fernsehen, Lesen und Schreiben auf weißem Papier.

Kennzeichen für Überdosierung: Haarausfall, Reizbarkeit, Schmerzen, Schwindel, Erbrechen, verschleierter Blick, Lebervergrößerung.