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Lesen Sie hier Auszüge aus dem ...
Lehrbuch Psychographie - Menschenkenntnis mit System
Leseprobe: Einleitung
Mehr zur Psychographie finden Sie unter www.psychographie.de |
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Einleitung
Die Psychographie als 'Menschenkenntnis mit System' geht der Frage nach, warum einige Menschen sich (manchmal bis aufs Haar) gleichen und andererseits gegenüber Dritten vollkommen verschieden sind. In vielen alltäglichen Situationen, am Arbeitsplatz, in der Familie und im gesellschaftlichen Leben spielen solche Phänomene eine beachtliche Rolle. Auf dem Unterschied zwischen Menschen basiert mehr als nur Verstehen und Missverstehen. Es geht auch darum, dem anderen als Persönlichkeit gerecht zu werden. Stellen Sie sich vor, Sie suchen in einer Internet-Immobilien-börse nach einer passenden Wohnung. Zu Ihrer Überraschung lesen Sie dort aber Texte wie folgenden:
"Sehr schöne Räumlichkeiten. Grüne Tapeten, weiße Fenster, Eingangstür aus hellem Holz, geeignet für verschiedene Ansprüche. Kommen Sie einfach her und sehen Sie sich alles an. Telefon ..."
Sicher haben Sie sofort bemerkt, was in einer solchen Beschreibung fehlt: nämlich allgemein verständliche und zum Vergleich mit anderen Wohnungen geeignete Merkmale. Hätte der Verkäufer oder Vermieter noch dazu geschrieben "Nebenstraße in Kleinstadt, vier Zimmer, 98 qm, Preis ..", könnten sich die Interessenten auch ohne einen persönlichen Besuch durchaus vorstellen, wie diese Wohnung beschaffen ist. Oder stellen Sie sich ein Schuhgeschäft vor, in dem die Schuhe keine Größen haben und nach dem Herkunftsland sortiert sind. Kaum jemand würde sich die Mühe machen, dort einzukaufen, wenn es Läden mit der gewohnten Sortierung gäbe. Der Unterschied besteht also in einer sinnvollen und für den jeweiligen Zweck angemessenen Gruppenbildung (Schuhe der gleichen Größe, Wohnungen mit der gleichen Zimmerzahl). Selbstverständlich sagt die Anzahl der Zimmer nichts über den Bauherrn, und die Größe eines Schuhs lässt keinen Rückschluss auf die Arbeitsbedingungen in der Schuhfabrik zu. Aber für den jeweiligen Zweck sind solche Oberbegriffe sehr nützlich und zeitsparend. Verständlicherweise ist man jedoch vorsichtig, wenn versucht wird, Menschen mit Oberbegriffen zu belegen, sie gleichsam in 'Schubladen' zu stecken oder mit Etiketten zu versehen. Denn Menschen sind vielschichtig, veränderlich und in gewisser Weise einzigartig. Wenn also im Folgenden von 'Typen', 'Persönlichkeitstypen' oder 'Typfamilien' die Rede ist, sollen solche Begriffe nicht die Einzigartigkeit und Besonderheit jedes Einzelnen ignorieren. Falls durch die Namen der Typen beim Leser der Eindruck entstehen sollte, die damit bezeichneten Menschen bestünden ausschließlich aus den typkennzeichnenden Merkmalen, ist dies nicht beabsichtigt. Jeder von uns trägt das ganze menschliche Potential in sich. Kein Typ und keine Typfamilie hat einer anderen etwas voraus, das ihre Mitglieder wertvoller als andere machen würde. Die Psychographie unterscheidet Typen nach Bevorzugungen, nicht nach Ausschließlichkeiten. Jeder Typ hat also die Fähigkeiten aller Typen, jedoch in unterschiedlicher Gewichtung. Hier haben wir das entscheidende Kriterium zur Typunterscheidung der Psychographie. Es ist mir wichtig, dies am Anfang zu betonen, da es (vielleicht wegen der Art mancher Typologien) häufig zu fundamentalen Missverständnissen kommt, die dann von der Beschäftigung mit allen Typologien abhalten; das wäre schade, denn die meisten, die sich bisher mit der Psychographie ausführlicher befasst haben, bestätigen den persönlichen Gewinn, den sie daraus ziehen. |
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