Satire: 13 relativ sichere Wege, um verrückt zu werden

 

1. Versuch:
Nehmen Sie einen für Sie unbefriedigenden Job an (auch Über- oder Unterforderung).

2. Versuch:
Ziehen Sie in eine dunkle Wohnung in einer lauten Straße einer hässlichen Stadt.

3. Versuch:
Suchen Sie sich einen Partner, der in keiner Weise zu Ihnen passt, den Sie kein bisschen lieben und der Sie vom ersten Moment an nur ärgert/stresst/missachtet.

4. Versuch:
Vermeiden Sie, in Urlaub zu gehen oder lange auszuschlafen. Lesen Sie keine Bücher, die Ihnen gefallen könnten und machen Sie einen weiten Bogen um Kinos, Theater und vor allem um Kabarettabende. Gewöhnen Sie sich das Lachen und Spielen ab.

5. Versuch:
Ernähren Sie sich so, dass Sie möglichst wenig Nährstoffe zu sich nehmen, die bekanntermaßen für psychische Gesundheit sorgen (v.a. Zink, Jod, Magnesium, Vitamin D und Vitamin B6). Ideal wäre, noch bevor irgendwelche Beschwerden auftreten starke Psychopharmaka, Beruhigungs-, Aufputsch- und Schlafmittel einzunehmen. Auch durch reichlich Alkohol und Drogen können Sie den verbliebenen Rest an Nährstoffen im Körper rasch eliminieren, zur Not auch über einige Vollnarkosen.

6. Versuch:
Geben Sie Ihr Geld nur für absolut notwendige Dinge aus und horten Sie den Rest an verschiedenen Stellen in Ihrer Wohnung, die Sie täglich kontrollieren sollten.

7. Versuch:
Informieren Sie sich regelmäßig über den Zustand unserer Gesellschaft, die nukleare Rüstung, den Gesundheitszustand diverser Präsidenten, sämtliche Umweltgifte sowie die Aktivitäten der CIA und der Geheimbünde. Sammeln Sie solche Artikel!

8. Versuch:
Nehmen Sie bei Problemen, die Sie nicht selbst oder mit Hilfe von Freunden lösen können, auf keinen Fall irgendeine Hilfe von Professionellen in Anspruch.

9. Versuch:
Treten Sie einer möglichst kleinen Sekte bei, die den baldigen Weltuntergang erwartet und Sie im Gedanken bestärkt, dass alles, was Spaß macht, eine Todsünde sei.

10. Versuch:
Pflegen Sie intensiven Kontakt zu missmutigen, griesgrämigen und lebensmüden Zeitgenossen; lesen Sie deren Bücher und sehen Sie sich deren Filme immer wieder an.

11. Versuch:
Vermeiden Sie Sonnenlicht und Bewegung, vor allem im Herbst. Verbringen Sie Feierta-ge und Ihren Geburtstag stets allein.

12. Versuch:
Erzählen Sie allen erreichbaren Freunden, wie schlecht es Ihnen geht; übertreiben Sie notfalls, wenn man Ihnen nicht glaubt. Weisen Sie Ihre Gesprächspartner darauf hin, dass Ihr Zustand sich mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter verschlimmern wird.

13. Versuch:
Machen Sie das Schicksal, Ihr Karma, den lieben Gott, die Gesellschaft, die Umstände Ihrer Geburt oder Ihre Eltern für alles verantwortlich, was nicht optimal ist. Weigern Sie sich strikt, irgend etwas selbst in die Hand zu nehmen. Zur Not kombinieren Sie die angeführten Methoden!

 

 

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