Einkaufsliste für eine 'Universalkur', z.B. bei Allergien oder ungeklärten psychischen Beschwerden

Zur Vorgeschichte: Ende 1989 las ich in einem Buch von Dr. Max Bruker ("Allergien müssen nicht sein") über den therapeutischen Verzicht auf tierische Eiweiße bzw. Milcheiweiß. Da es bei mir selbst - ich litt damals unter asthmatischen Erstickungsanfällen und massivem "Heuschnupfen" innerhalb von zwei Wochen zu der vorhergesagten Besserung kam und ich seitdem weitestgehend bescherdefrei geblieben bin, interessierten mich natürlich die Zusammenhänge. Mit Erstaunen las ich z.B. vor einiger Zeit, dass eine amerikanische Ärztin behauptet, ihre Krebserkrankung durch Verzicht auf Milchprodukte kuriert zu haben. Und immer wieder höre ich von Bekannten, Schülern oder Klienten, denen ich davon erzähle, dass sie ähnliche Erfolge wie ich selbst mit diesem Verzicht erzielen.

Nur scheint es nicht einfach, das 'Weglassen' in die alltägliche Ernährung einzubeziehen. Und es liegt eine Gefahr im Verzicht auf tierische Eiweiße, die Dr. Bruker meines Erachtens nach übersehen hatte: Die ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen, die bei uneingeschränkter Ernährungsweise parallel zu den tierischen Eiweißen aufgenommen werden, z.B. Calcium, Zink, Eisen und Vitamin B12.

Aus den Beobachtungen und Erkenntnissen der letzten Jahre habe nun eine "Universalkur" zusammengestellt, die auf einer "Positivliste" basiert - also Lebensmittel auflistet, die zur probeweisen Durchführung einer solchen Kur (oder Diät, wobei ich das Wort nicht mag) ohne Bedenken gegessen werden dürfen. Zudem steht vorneweg eine kurze Liste von Mineralstoff- und Vitaminpräparaten, deren Benutzung ich empfehle, um Heißhungeranfällen in Richtung der vom Körper vermissten Nährstoffe vorzubeugen.

Die Kur selbst sieht also so aus, dass über einen längeren Zeitraum (z.B. drei Monate) nur die aufgeführten Lebensmittel in jeder gewünschten Form gegessen werden, gleichzeitig ausreichend Mineralstoffe und Vitamine ergänzt werden um zu beobachten, ob sich an den trotz ärztlicher Therapie fortbestehenden Beschwerden etwas ändert. Die Bandbreite der möglicherweise so zu bessernden Leiden reicht nach meiner Beobachtung von allergischen Beschwerden, Hautproblemen, Schlafstörungen bis zu diversen psychischen oder mentalen Auffälligkeiten.

Ein praktischer Vorschlag vorneweg: Um nicht in ständigem Zweifel zu sein, ob dieses oder jenes Lebensmittel im Haushalt auf der Liste steht oder nicht, empfiehlt es sich, zunächst alle verderblichen Lebensmittel zu verzehren und die restlichen getrennt wegzupacken, bevor nach der folgenden Liste komplett neu eingekauft wird.

Zur Mineralstoff- und Vitaminversorgung empfehle ich

1. Morgens ein Zinkpräparat mit 10-25mg Zink netto je nach Konstitution und Verträglichkeit (z.B. Unizink, Zinkorot 25 Wörwag, Zinkamin Falk), dazu ein Vitamin-B-Komplex-Präparat (z.B. von Abtei oder Ratiopharm). Beides sollte unbedingt eine Stunde vor der ersten Mahlzeit (evtl. auch während der Nacht) zusammen mit einem halben bis ganzen Glas Leitungswasser eingenommen werden.

Tagsüber dann eines der überall preiswert erhältlichen "A bis Z-Mineralstoff- und Vitaminpräparate", wobei darauf geachtet werden sollte, dass darin sowohl Jod als auch Selen enthalten ist. Zusätzlich eine bis zwei Calcium-Tabletten mit je 600mg (z.B. von Verla-Pharm) und in den sonnenarmen Monaten von Oktober bis März zusätzlich ein Vitamin-D-Präparat.

Abends empfiehlt sich noch ein Magnesium-Präparat (z.B. ein Glas Magnesiumbrause oder eine Kautablette), um die Mineralstoff-Versorgung abzurunden; falls schon längere Zeit auf Innereien verzichtet wurde, kann die Einnahme eine Vitamin-B12-Präparats sinnvoll sein (z.B. von Ratiopharm mit je 10 Mikrogramm).

Durch diese Nahrungsergänzung und ausreichend Flüssigkeitsaufnahme erhält der Körper eine "Basisdüngung" der Stoffe, die durch die folgende Nahrungsauswahl unter Umständen zu kurz kommen.

 

Die Einkaufs-Positivliste:

Bohnen

Essig

Fertigbrühe ohne Zucker und tierische Bestandteile

Gemüse, alle Sorten

Getreide, alle Sorten

Haferflocken

Kartoffeln

Kokosflocken

Kürbiskerne

Linsen

Mandeln

Mohn

Müsli-Mischung (evtl. selbst mischen) ohne Schokolade oder Zucker

Nudeln, alle Sorten ohne Ei

Nüsse, alle Sorten

Obst, alle Sorten

Pilze, alle essbaren Sorten

Pinienkerne

Pistazienkerne

Öle, alle pflanzlichen

Reis

Salz

Sesam

Sonnenblumenkerne

Trockenfrüchte

Vollkornmehl (alle Sorten) Wasser (teilweise lithiumhaltiges Heilwasser verwenden, z.B. Hirschquelle)

 

Nach einer gewissen Zeit, wenn die Beschwerden abgeklungen sind, kann versucht werden, die folgenden Lebensmittel einzeln und im Abstand von 4-5 Tagen hinzuzunehmen und zu beobachten, ob sie verträglich sind:

Butter

Sahne

Fische

Soja-Eiweiß und Soja-Produkte

 

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