Universalkur' bei ungelösten körperlichen und mentalen Beschwerden

 

Immer wieder stoßen die ärztlichen Bemühungen an ihre Grenzen - die erprobten und fachlich geratenen Therapien bringen nicht den erwarteten Erfolg. Was kann man als Patient in solch einer Situation noch tun?

Soll man den Kopf in den Sand stecken und sich seinem Schicksal ergeben? Die praktische Erfahrung und die Beobachtung von ungewöhnlichen bzw. überraschenden Besserungen machen Hoffnung: Immer wieder zeigt sich, dass man auch mit relativ unspektakulären Verhaltensänderungen eine Wende im körperlichen und mentalen Befinden herbeiführen kann.

Aus dieser 'Lösungssammlung' (Beispiele dazu finden sich auch unter der gleichnamigen Sammlung im Internet) lässt sich eine sogenannte "Universalkur" destilieren, die jeder ohne große Mühe und Kosten probeweise durchführen kann. Als Dauer werden zwei bis vier Wochen empfohlen - danach kann überprüft werden, ob sich ein Unterschied einstellt, der auch künftig gewünscht wird.

Folgende Regeln sollten probeweise befolgt werden:

1. Verzicht auf alle tierischen Eiweiße. Hier ist ein zeitweiser kompletter Verzicht angeraten (also kein Fisch, Fleisch, Ei, keine Milchprodukte - auch nicht versteckt in Keksen, Schokolade, Soßen, Brötchen etc.). Nur Butter und Sahne sind erlaubt - sie bestehen hauptsächlich aus Fett. Nach Ende der Kur muss dann getestet werden, welche Lebensmittel ohne erneuten Schaden wieder verzehrt werden können. Als Reihenfolge für die erneute Verwendung wird empfohlen: Fisch, Ei, Fleisch, Käse, Quark/Joghurt, Milch - manchmal genügt es, nur auf Milchprodukte zu verzichten.

2. Tägliche Mineralstoff- und Vitaminzufuhr: 25-50mg Zink, alle B-Vitamine in doppelter Tagesdosis, zusätzlich 300-1000 Mikrogramm Vitamin B12 und 500-1000mg Vitamin C (morgens oder mittags). Zusätzlich ein "A bis Z-Präparat" mit den wichtigsten Mineralstoffen und Vitaminen. Als Hilfestellung beim Einkauf gibt es im Internet eine Liste mit empfehlenswerten Präparaten (www.wernerwinkler.de/vergleichsliste.htm).

3. Ausgleich weiterer ermittelter Mineralstoffmängel (z.B. über einen Bluttest) diesen ausgleichen. Bei niedrigen Lithiumwerten dieses Mineral ebenfalls substituieren (z.B. über das Heilwasser "Hirschquelle" oder ein verschreibungspflichtiges Präparat wie "Lithiumaspartat").

Neben Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel sollten sämtliche vorhandenen Beschwerden und die individuellen Risikofaktoren hinsichtlich eines erhöhten Mineralstoff- und Vitaminbedarfs ausgewertet werden. Solange der Heißhunger anhält, diesem nachgeben.

4. So oft wie möglich so viel schlafen, wie man möchte - evtl. auch in Form eines Mittagsschlafs. Bei unruhigem Schlaf das Bett in Nord-Süd-Richtung stellen, Metalle im Umkreis von zwei Meter entfernen (außer Schrauben) und sämtliche Bettwäsche mit tierischen Bestandteilen (Federn, Rosshaar, Schaffelle) gegen nichttierische Produkte (Baumwolle, Dinkelkissen, Kunstfaser) austauschen. Bei gemeinsamem Schlafzimmer mit einem Partner evtl. versuchsweise einige Nächte alleine schlafen, um ungestört zu sein.

5. Regelmäßige, angenehme Bewegung, z.B. Schwimmen, Wandern, Radfahren, Gymnastik, Tanz - je nach persönlicher Vorliebe und körperlichem Zustand.

6. Stressauslösende Lebensumstände nach Möglichkeit reduzieren und lösbare Probleme gezielt lösen, um die psychische Stabilität zu optimieren. Problemlösungen vermeiden, die mehr Stress auslösen als die bestehende Situation (z.B.die Kündigung einer Arbeitsstelle ohne Aussicht auf eine neue Stelle).

 

Werner Winkler, Fellbach, Juni 2003

 

Copyright: Winkler-Verlag, 7/2004, Alle Rechte vorbehalten

Zur Auswahlseite "Texte"