aus Nr. 11, Juli 2004, Autor: Werner Winkler

 

Kritischer Kommentar: Totes oder lebendiges Calcium?

 

Immer wieder hört oder liest der an Mineralstoffen Interessierte, es sei wichtig, Mineralien in einer "lebendigen" Form aufzunehmen, weil sie sonst für den Körper nutzlos wären. Am Beispiel des Calciums erläutert hierzu der Fachmann Dieter Blum aus Ludwigshafen (in der Rheinpfalz vom 28.2.04):

"Es gibt weder totes noch lebendiges Calcium. (..) Es wird über die Nahrung in der Regel in Form seiner Salze zugeführt. (..) Die über die Nahrung aufgenommenen Salze sind in den üblichen Konzentrationen im Mageninhalt löslich und werden dabei in Calciumionen und Säureionen aufgespalten. (..)

Die so gebildete niedrig konzentrierte Calciumchloridlösung wandert durch die Verdauung, und der Körper nimmt dabei Calcium auf - tot oder lebendig. Ablagerungen in den Blutgefäßen oder im Hirn werden in der Umgangssprache als Verkalkungen bezeichnet, sie haben aber nichts mit Calcium zu tun, weder leblosem noch sonstigem Calcium."

Wenn meine Beobachtungen stimmen, stammen Aussagen über besonders wertvolle ("lebendige") Formen verschiedener Mineralien bevorzugt von Firmen oder Menschen, die ihr spezielles Präparat verkaufen möchten. Die natürliche und in den meisten Fällen auch funktionierende Form der Aufnahme von Mineral-stoffen ist die über mineralstoffreiche Nahrung. So zeigt etwas eine Studie, dass Magnesium aus Bananen wesentlich besser aufgenommen wird als aus herkömmlichen Magnesium-Brausetabletten. Beim Calcium (und beim Lithium) wiederum scheint das in Mineralwässern gelöste Mineral gut aufgenommen zu werden. Eine umfangreiche Liste besonders mineralstoffreicher Lebensmittel findet sich im Buch "Heißhunger ist gesund" sowie (zusammen mit einer bewerteten Liste von über 100 Mineralstoff- und Vitaminpräparaten) unter

www.wernerwinkler.de/vergleichsliste.htm

 

 

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