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Artikel aus Nr. 11, Juli 2004, Autor: Werner WInkler
Unsere haarigen Vettern: Primaten als Metapher für die psychographischen Typen
"Licht wird auch fallen auf den Menschen und seine Geschichte." (Charles Darwin, Über die Entstehung der Arten, 1859)
In den Beschreibungen, die seit den 1960er-Jahren von drei mutigen Frauen - Jane Goodall (Schimpansen), Dian Fossey (Berggorillas) und Biruté Galdikas (Orang-Utans) - in freier Wildnis erarbeitet wurden, finden sich erstaunliche Parallelen zu den Typmerkmalen der drei psychographischen Persönlichkeitstypen beim Menschen. Eigentlich nicht verwunderlich, sollte man bei einer genetischen Übereinstimmung von über 95% meinen. Das Ungewöhnliche ist jedoch, dass sich bei den drei Primatengruppen selbst die Unterschiede (zumindest der Grundtypen) nicht wiederfinden, sondern eher 'rein' auftreten; also Gorillas sehr gut zum Handlungstyp, Schimpansen und Bonobos zum Beziehungstyp und Orang-Utans zum Sachtyp passen (s. auch unter www.psychographie.de/primaten.htm). Auch hat sich bei ersten Ver-suchen bei der Kommunikation dieser Metapher gezeigt, dass sie bei psychographisch 'ungebildeten' Zu-hörern überaus gut ankommt und verstanden wird - sogar in Amerika, wie eine gerade von einer Reise zurückgekehrte Psychographin berichtet. Dabei gäbe es auch andere Metapher, z.B. scheint es Ähnlichkeiten zwischen Walen und Sachtypen Delphinen und Beziehungstypen Haifischen und Handlungstypen zu geben, jedoch sind uns die 'haarigen Vettern' doch näher als die im Wasser lebenden. Ob die Ähnlichkeit mancher menschlicher Gesichter mit einer der drei Arten nur Zufall, Projektion oder Hinweis auf weitergehende 'Verwandtschaft' ist, wird sich noch zeigen müssen - fürs Erste genügt es, wenn etwa in einer Firma der Satz: "Erklär' es mir anders, ich bin ein Schimpanse" für mehr Toleranz in Sachen 'Unterschiedlichkeit' führt.
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