3. Psychographie-Tag 2001 - Rückblick

von Hans-Werner Huber, Unternehmensberater, Babenhausen:

Handlungstypen unter sich

 

"Handlungstypen unter sich" nannte sich der Workshop anlässlich des 3. Psychographie-Tags in Stuttgart.

Handlungstypisch betraten die sieben Teilnehmerinnen (psychotypisch fehlten mal wieder die Männer) forsch den Raum und guckten sich eine Sitzposition aus die Übersicht und Kontrolle sicherte.

Monika Schwarz und Hans-Werner Huber waren vom Veranstalter als Moderatoren bestimmt, wobei Monika, (sie weiss natürlich was sie will - wäre ja sonst kein HT) nach einer kleinen Vorstellungsrunde, das Thema „Können HT verzeihen?" in den Raum warf. Ein „na klar ...was denkt ihr denn!" war spontan in die Gesichter geschrieben, aber irgendwie blieb es doch im Halse stecken. Zögerlich kam: „verzeihen kann ich, aber nicht vergessen". „Versöhnen ja, das kann ich schnell" setzte eine drauf. So war man sich schnell einig, dass HT ein ungeheures Harmoniebedürfnis haben, Zerwürfnisse schnell ausgeräumt werden müssen.

Aber da war dieser feine, bisher noch gar nicht so sehr wahrgenommene Unterschied: „verzeihen ja &endash; aber vergessen nein" und dieses Thema zog alle gleichsam in den Bann. War doch den Meisten dieser Unterschied noch nie so recht bewusst geworden.

„Ich kann mich nach einer Enttäu-schung nicht mehr ganz fallen lassen, ich cutte das, aber vergessen nicht - es bleibt ein gewisses Maß an Restgroll und auch Angst, " und „man geht dann nicht mehr so tief in die Beziehung" stellte manche nachdenklich fest. Und dann die Feststellung die es auf den Punkt brachte: „die Freundschaft fällt auf Bekanntschaft".

Nun blieb noch zu überlegen wie die unterschiedlichen Partner reagieren. Mit dem ST könne man ja reden, auch mit der Ankündigung „ich nehm´ dich jetzt in den Arm" wieder Harmonie schaffen, was zu der resignierten Feststellung einer anderen Teilnehmerin führte: „Ich kann das nicht, ich bin im Konflikt total blockiert". Außerdem seien Männer überhaupt den HT-Frauen gegenüber wenig verständnisvoll, sie erwarteten von ihnen mehr Toleranz als sie sich selber abverlangen.

Die Zeit wurde knapp, das Thema fesselte so, dass es sich gelohnt hätte noch länger und tiefer zu diskutieren. Dem Moderater schien es wichtig noch einen Lösungsweg für HT in Bezieh-ungskrisen zu finden. Über das „Tit for Tat" (vgl. Artikel auf Seite 68) für sich eine Änderung der Haltung zu finden und energetisch, quasi unbemerkt, auf den Partner wirken, scheint sich für manche schon bewährt zu haben.

So ging man für HT ungewöhnlich nachdenklich auseinander. Wer hätte gedacht, dass wir, die edlen HT, doch nicht so ganz edel sind?

 

Anmerkung: Hans-Werner Huber und Monika Schwarz werden auch auf dem 4. Psychographie-Tag am 28. September 2002 in Stuttgart wieder diesen Erfahrungsaustausch leiten.

 

 

 

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