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Gewalt und Aggressionen durch Mineralstoffmangel. Übersieht die Öffentlichkeit eine mögliche Ursache?
(ww) Ob in Bethlehem, Kaschmir oder Erfurt - Gewalt und Aggressionen bleiben weiterhin Teil unseres täglichen 'Medien-Menüs'. Genauso zur Gewalt gerechnet werden die (jährlich allein in Deutschland ca. 12.000) Suizidtoten. Darunter immer wieder Kinder, wie das österreichische Mädchen, das sich kürzlich wegen schlechter Mathematik-Noten mit der Waffe ihres Vaters erschoss. Ähnliche Fälle sollen in Japan an der Tagesordnung sein. Im vielfach diskutierten Ursachenmix fehlt dabei so gut wie immer ein Faktor, der gerade in der PsychoPraktika zu den vordringlichsten Themen gehört: der verbreitete Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen - besonders von Zink und eventuell auch von Lithium. Dass die Versorgung mit Zink in vielen Ländern durch die Essgewohnheiten zu niedrig ist, wissen Fachleute seit längerem. Auch dass Zinkmangel mit aggressivem Verhalten in Zusammenhang gebracht werden kann. So ist es vielleicht nicht ganz abwegig, dass gerade in den Palästinensergebieten (wo z.T. gravierende Unterernährung herrscht), besonders viele Menschen bereit sind, für eine ihnen wichtige Sache zu kämpfen oder gar zu sterben. Ein latenter Suizidwunsch (gespeist aus Mineralstoffmangel und politischer Hoffnungslosigkeit) kann so zu einer 'letzten sinnvollen Tat' hinführen. Aus dem Bericht einer Sozialarbeiterin über Zinkgabe bei aggressiven Heimbewohnern (schwererziehbare Jugendliche) geht hervor, dass sich das Fachwissen auch in der Praxis bestätigt. Jedoch ist wohl nur selten möglich, eine Zinkkur mit dem Hinweis auf das Verhalten einzuleiten. Die Sozialarbeiterin half sich mit einem Trick - sie pries das Zink als Mittel gegen offensichtliche und störende Hautprobleme an. Zusammen mit den Hautproblemen ließ auch das aggressive Verhalten nach. Bereits im "Zinkmangelrisiko-Test", der vor über zwei Jahren veröffentlicht wurde (www.zinkmangelrisiko-test.de), sind als mögliche Zinkmangel-Folgebeschwerden u.a. "Aggressivität", "Gereiztheit" und "Persönlichkeitsveränderungen" aufgeführt. Eltern, Lehrer und medizinisches Fachpersonal sind also durchaus mit verantwortlich, frühzeitig auf Hinweise mangelnder bzw. einseitiger Ernährung zu achten und Konsequenzen in die Wege zu leiten. Und wer an sich selbst regelmäßig eine niedrige Frustrationstoleranz bemerkt, sollte ebenfalls auf seinen Zink- bzw. Lithiumhaushalt achten. Gefährdet sind - wie häufig - besonders die fleischarm ernährten Zeitgenossen.
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