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Artikel aus Nr. 9, November 2003, Autor: Martin Blankenhorn
Enormer Selbsterkenntniseffekt Teilnehmerbericht vom 3. Sommer-Intensiv-Training Psychographie 2003 in Stuttgart
Liebe Leserinnen und Leser der Psychopraktika, hier mein Bericht über den Kurs zur Psychographie bei Werner Winkler, den ich diesen Sommer besuchte. Mit Elan und Wissbegierde begannen wir von Anfang an, uns das Psychographische Modell nach Friedmann/Winkler einzuverleiben. Wir hatten das große Glück, durch den Ehemann einer Teilnehmerin viele Versuchskanninchen" (aus der Firma desselben) typisieren zu können (um die zehn Personen, fast alles Handlungstypen). Es war somit ein praxisbezogener Kurs, was mir sehr half! Beziehungtypen kamen auch vor, doch mit Sachtypen waren wir nur mit einer Person 'versorgt' und dies nur durch Zufall (Ist das ein Wunder?!). Durch den Kurs und die Erklärungen von Werner Winkler habe ich für meinen Teil gelernt, die Merkmale der Typen im Ganzen zu erfassen., d.h. die Tendenzen zu einem Typ in den Zusammenhängen seiner Persönlichkeit auzuspüren und abzuwägen. Solch eine Vorgehensweise ist mir im übrigen sehr vertraut. Somit wurde uns eine solide Grundlage gegeben, um Typisierungen immer sicherer vornehmen zu können. Es gibt natürlich noch sehr viel zu lernen. Für mich insbesondere stärker und bewußter Signale (Worte, Verhalten, Mimik) wahrzunehmen und zu merken Ich denke für alle TeilnehmerInnen zu sprechen, wenn ich nun nach - ausnahmsweise kurzer - Überlegung schreibe, dass der Selbsterkenntniseffekt ein enormer war und ist. Dies betrifft die eigene Person wie auch meine Mitmenschen. Ein Highlight diesbezüglich war die Typisierung meiner Eltern, die live im Kurs dabeiwaren. Es half mir sehr, manche Dinge besser zu verstehen, z.B. bei meiner Mutter. Sie ist ein vergangenheitsorientierter Beziehungstyp, Macher und Du-bezogen. Selbst mir (als Beziehungstyp) sind ihre ausufernden und weitverzweigten Erzählungen oft zu viel. Doch nun fällt es mir einfach leichter, dies zu ertragen" und vor allem einen Gewinn daraus zu ziehen, da ihre/unsere Vergangenheit mir viel sagen kann. Mir selber kann ich es jetzt z.B. verzeihen, dass ich oft eben auch im spannensten Kurs meinen Tagträumen nachjage und die Anwesenden im Kurs mich ab und zu wecken" mußten (Dass dies i.d.R. durch das Wort Sex" geschah, ist mir bis dato noch völlig schleierhaft). Aber auch die Erkenntnis, dass es Entwicklungsbereiche gibt, die ich nutzen muss, ist ein großer Schatz, für den ich sehr dankbar bin. Der Kurs endete mit der Prüfung zum Psychographischen Typberater, die wir alle bestanden haben (kein Wunder bei so viel Praxis).
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