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ABC der
lösungsorientierten Gesprächsführung
Arbeite professionell, ohne dich für menschliche Begegnungen zu verschließen. Beachte sowohl lineare (auf Ursachen zielenden) als auch prozesshafte (auf zeitliche Veränderung zielende) Lösungswege. Wähle zunächst den einfacheren. Chprache* und Begriffe der Klienten sind meist passender als die eigene (Fach-) sprache. *das ist kein Schreibfehler :), Klienten chprechen manchmal so und das hat dann seinen Sinn ... Diagnostiziere nur gelungene oder gelingende Lösungen, keine Krankheiten oder Leiden. Erwarte einfache Lösungen und überraschende Erfolge deiner Gesprächspartner. Führe jedes Gespräch so, als wäre es das einzige zu diesem Thema. Gib das verwendete Wissen gerne weiter; erkläre bei Bedarf, was du warum machst und was nicht. Hab mehr acht auf die Erzählungen des Gesprächspartners als auf deine Gedanken dazu. Interesse und forschende Neugier helfen auf Dauer meist mehr als Mitleiden. Jeder Mensch ist Experte für sein Leben, seine Lösungen und seine Prozesse. Kooperation zwischen Klient und Berater sowie gelingende Problemlösungsgespräche sind das Natürliche. Lies nicht zwischen den Zeilen; bleibe lieber an der Oberfläche. Mach' mehr von dem, was funktioniert. Funktioniert etwas nicht, versuche etwas anderes. Nutze deine menschliche wie deine fachliche Kompetenz gleichermaßen. Probleme und Lösungen sind selten aus dem selben Holz geschnitzt. Qualifiziere dich weiter; quäle deine Gesprächspartner nicht einen langen Weg den Berg hinauf, wenn es einen kurzen gibt (Seilbahn). Respektiere alles, was deinem Gegenüber heilig ist, auch wenn du andere Werte achtest. Schicke deine Klienten zu Kollegen, wenn du selbst nicht (mehr) mit jemand arbeiten möchtest oder die Gespräche er-folglos sind. Therapiere nichts Gesundes. Wenn der Klient ein Thema ignoriert, ignoriere es ebenfalls. Ursachen von Lösungen zu fantasieren hilft meist mehr als Ursachen von Problemen zu suchen, vor allem, wenn es der Klient schon ohne Fortschritt versucht hat. Vergiss gerade bei heiklen oder dramatischen Problemen nicht: Komplizierte Probleme - einfache Lösungen! Wenn dich Menschliches stört, empöre dich über deine geringe Toleranz, nicht über den Gesprächspartner. X und Y erinnern dich daran, dein Repertoire an Lösungswerkzeugen ständig zu erweitern und Unbekanntes zu entdecken. Zeige gerade bei ungewöhnlichen Situationen die Haltung des 'Gleiches mit Gleichem - positiv'.
(Unter Anleihe bei Paul Watzlawick, Steve de Shazer und Dietmar Friedmann).
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